die Aussteller
Martin Meyer
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Hans Remond

Hans Remond

Die Arbeiten von Hans Remond sind eine Verschränkung zwischen Bild und Skulptur, objekthafte Bilder, für den Raum erdacht; es sind installative Arbeiten. Aus dem gegenständlichen und ungegenständlichen Expressionismus kommend, fand er über Action-Painting, Hard-Edge- und Signalmalerei den Weg zum Objekt, gelangte über Holzskulpturen und Holzreliefs, verglaste Kästen, Schnurbilder, Linienbilder und Körperübermalungen zu einer immer strenger werdenden Nüchternheit, zu konstruktivistisch wirkenden Arbeiten.“ (Kiki Seiler-Michalitsi,“Raumbilder oder die Korporalität des Bildes“, Katalogbeitrag, Ausstellung “Parallele Universen“2007, Kunst Raum Riehen)

Bemerkenswert aber und tröstlich … wie alles, auch das scheinbar Gegensätzlichste, stets präsent erscheint, nie ganz abgelegt ist und vom Künstler immer wieder aktiviert werden kann und muss. Im grossen Atelier steht das Neuste neben ganz Altem, eigentlich ist alles noch da und jederzeit verfügbar. … Da wäre dann, wenn die Frage nach dem eigentlichen Kern und Ziel auftaucht, etwas vielleicht zu beobachten und zu bemerken. Bei allem fast sakralen Ernst, mit dem Hans Remond seit Jahren seine künstlerische Tätigkeit ausübt, ist er auch das Kind geblieben, das spielen muss. Und der rastlose Arbeiter, der sich keine Ruhe gönnt, der Zweifler, der alles hinterfragt. So kommt es, dass alles immer wieder verschoben, verändert und erneuert wird, ein Ende ist nicht abzusehen. “ (Werner von Mutzenbecher,“Hans Remond, Phänomänologie eines Künstlers“, Katalogbeitrag , Ausstellung “Parallele Universen“2007, Kunst Raum Riehen)


Eine skulpturale Dimension kommt in den auf Leinwand ausgeführten kleinen Gemälden zum Tragen, die Remond .... zu einer spannungsvollen Installation zusammengeführt hat. Sie greifen durch ihre Farbkörper in die Fläche der Wand und in den Raum ein. Die variierenden Farben und die wie Bausteine erscheinenden Einzelbilder erlauben eine nahe unendliche Variationsmöglichkeit, man könnte sagen, sie lassen sich praktisch täglich neu und anders anordnen, wie auch mit anderen Medien, der Zeichnung und Skulptur, vereinen.“ (Christian Müller, Begleittext, Ausstellung 2009, Kunstmuseum Basel, Kupferstichkabinett)


Die Aussteller durften schon verschiedentlich Werke von Hans Remond zeigen. Seine aktuelle Schau in den zwei Kabinetten an der Maiengasse hat Hans Remond geplant und gestaltet. Er hat sich in einem behutsamen Prozess für zwei Werkgruppen entschieden, die sich spannungsvoll gegenüberstehen. Einerseits weisse Glaskästen aus dem Jahr 1975 -objekthafte, dreidimensionale Arbeiten mit geheimnisvollen, surrealistisch anmutenden Gliederpuppen, in verglasten Räumen gefangen - und andererseits schwarze Linienbilder aus den Jahren 1970 bis 1993 - mit der Reissfeder gezogene, dünne, subtile weisse Linien auf tiefschwarzen Leinwänden, architektonisch, geometrisch, minimalistisch. Mit diesen Werken treibt Hans Remond, ein ernsthaftes Spiel, so lange, bis seine zwei Räume mit spannungsvoller Harmonie erfüllt sind.
Im Zusammenhang mit dem Jubiläum der Ateliergenossenschaft Basel werden ab Ende November 2014 grössere Arbeiten in der Kunsthalle Basel zu sehen sein.



Figurenkasten
1975, Holz, Glas, Giederpuppe, Dispersion
51 x 41 x 13 cm

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Schwarz 1
Kunstharz- und Oelfarbe auf Leinwand
50 x 79 cm