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Markus Buchser

Geboren 1959 in Basel
Grundschulen in Pully und Basel; Beschäftigung in einer antroposophischen Werksiedlung sowie auf dem Bauernhof der Adullamstiftung in Corban, wo er zu zeichnen beginnt. 1993 Eintritt in die Gärtnerei des Bürgerspitals Basel; seit 2001 Mitarbeiter der Kreativwerkstatt des Bürgerspitals Basel und ausschliesslich künstlerisch tätig.


 

„Seit seinem Eintritt in die Kreativwerkstatt ist Buchser selbstbewusster geworden. Er weiss, dass er trotz seiner mentalen Beeinträchtigung ein sehr guter Maler ist ... Was er kann, hat er sich in autodidaktischem Fleiss und in fast beängstigendem Arbeitseifer selbst beigebracht ... Buchser verbindet auf seinen Bildern An- und Aufsicht, was oft zu fast abstrakten Gemälden führt, die durch ihre eigenwillige und eigenständige Farb- und Formgebung und ihre Kompaktheit beeindrucken. Sein Zugang zu Landschaften und Gebäuden, seinen vorrangigen Bildthemen, ist ein völlig originärer ... Es ist die Bildwerdung der inneren Wucht, die er beim Betrachten von realen oder fotografisch wiedergegebenen Landschaften empfindet. Seine Bilder sind in hohem Masse expressiv. In ihrer Wucht wird die Landschaft jeder Idylle beraubt.“

„Die Transformationen der Landschaft bei Markus Buchser erinnern an das Produkt einer Black Box. Der Begriff wird oft als Metapher für das Innere des Gehirns benutzt, genauer: für alle im Gehirn ablaufenden psychischen und kognitiven Prozesse. Als Black Box wird das Modell eines Systems zur Verarbeitung von inneren und äusseren Reizen verstanden, dessen Aufbau unbekannt ist. Betrachtet man die Vorlagen und die Bilder Buchsers, der er daraus entstehen lässt, so ist die Diskrepanz unübersehbar. Diese Diskrepanz auf das Unvermögen des Künstlers zurückzuführen, wäre völlig verfehlt. Natürlich fehlen Buchser grundlegende Einsichten des akademisch gebildeten Malers, wie z.B. der Perspektive. Dieses Defizit kompensiert Buchser aber mit einem viel originäreren Zugriff auf die Welt, der aber wie bei einer Black Box auch dem Kunstgeschichtler verborgen bleiben muss.“

(Thomas Brunnschweiler in der Dokumentation zu unserer Ausstellung Markus Buchser vom November/Dezember 2006)

Das Bild Hochturtmeuren Salsburg Kärten HochAlpen der LänderGrenze
Strasse Durchzug Scheiteltunel der wasgeloker den 15. Feruar 20005
Acryl auf Papier, 30 x 40 cm
Das Bild von Walensee zwischen Landcuart und Cuhr und vorArberg
den 23, Dezeber 2005
Acryl auf Papier, 30,5 x 45 cm
 
 

Zur Ausstellung 2009:

Markus Buchser widmet sich seiner künstlerischen Arbeit in der Kreativwerkstatt seit Beginn mit einer bemerkenswerten Zähigkeit, Hingabe und kreativer Innovation. Er malt Pläne, Architektur und Landschaften, am liebsten mit Acryl auf grossformatige Leinwand. Vorbereitend sammelt er Fotos, Kartenmaterial, Zeitungsausschnitte und Bücher von Motiven, die ihn interessieren.
Markus Buchser ist bei den Ausstellern kein Unbekannter. Während bei vorangegangenen Ausstellungen die im hohen Masse expressiven Acrylbilder gezeigt wurden, widmet sich das hier Gezeigte dem eigentlichen Vorprodukt, dem gezeichneten „Plan“. In einer ersten künstlerischen Umsetzung fertigt Markus Buchser mit einer Mischung aus Bleistift, Farbstift, Wachskreide, Kohle, Grafit oder Filzstift ein Konglomerat aus verschiedenen vorgefundenen Situationen an. Aufsicht verbindet sich mit Ansicht. Ist es die Wucht der Landschaft, die den Betrachter in seinen Acrylbildern erschlägt, so besticht in seinen Zeichnungen die Nüchternheit des „Plans“, gepaart mit dem akribischen Fleiss und körperlichem Einsatz, mit dem er sich den verschiedenen Oberflächen oder Landschaftsstrukturen widmet. Buchser versucht auf seinen „Plänen“ durch starken Abrieb möglichst grosse Materialität zu evozieren, manche Blätter schimmern ganz quecksilberfarben. An die Blattränder quetscht er zuletzt einen Beschrieb der gezeichneten Situation.
  Bild oben von Bergesteiger in den Alpen den 18. Sepeteper 2003
Markus Buchser untergegentes Tages under gehende Sonne,
Acryl auf Papier, 33 x 33 cm